Ökobilanzen für Chemie und Verpackung

Die direkten Emissionen der Bereiche Chemie und Verpackung machen nur einen geringen Anteil der gesamten CO2-Belastung im Produktionszyklus aus, wie aus den für 2019 erstmals erstellten Ökobilanzen hervorgeht.

Zur Reduktion der CO2-Belastung hat die CPH-Gruppe in den vergangenen Jahren grosse Anstrengungen unternommen. Öl wurde durch umweltfreundlichere Energieträger ersetzt. Mit dem Dampfbezug der Kehrichtverbrennungsanlage in Perlen und dem Bau einer Biomasseanlage konnte der Standort Perlen den CO2-Ausstoss massiv reduzieren. Der Bereich Verpackung hat zudem den gesamten Energiebezug in Müllheim auf Ökostrom umgestellt.

Seit fünf Jahren erstellt der Bereich Papier eine Ökobilanz. Für das Jahr 2019 hat die Firma treeze erstmals die Auswirkungen der Produkte der Bereiche Chemie und Verpackung auf die Umwelt ausgewertet. Aus den Ökobilanzen geht hervor, dass die direkten Emissionen an den Produktionsstandorten je nach Produktgruppe für maximal 11% der CO2-Belastung im gesamten Produktionszyklus verantwortlich sind. Bis zu zwei Drittel der Emissionen entstehen in der Rohstoffgewinnung bei den Zulieferern.

Recycling ist nicht nur im Bereich Papier, der jährlich 500’000 Tonnen Altpapier wiederaufbereitet, ein wichtiges Thema. Der Bereich Chemie regeneriert zunehmend Molekularsiebe nach dem erfolgreichen Einsatz und startet aktuell ein Investitionsprojekt, damit in Rüti zusätzliche Mengen an D2O wiederaufbereitet werden können. In China ist der Bau einer neuen Abwasseraufbereitung geplant. Der Bereich Verpackung engagiert sich für das PVC-Recycling, da die Entsorgung der Folien nach dem Gebrauch die CO2-Bilanz belastet.

«Die nachhaltige Produktion ist ein wichtiges Anliegen der CPH-Gruppe. Mit den vorliegenden Ökobilanzen verfügen wir über die Datengrundlage, um die Massnahmen zur weiteren Reduktion des CO2-Ausstoss noch besser planen zu können», sagt Peter Schildknecht, CEO der CPH-Gruppe.