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Geschäftsjahr 2012: In schwierigem Marktumfeld gut behauptet

Die CPH-Gruppe hat den Nettoumsatz in den fortgeführten Aktivitäten in einem schwierigen Marktumfeld um 1,2 % auf CHF 487,9 Mio. gesteigert. Der EBITDA erhöhte sich um 1,9 % auf CHF 38,5 Mio. Das Betriebsergebnis (EBIT) verbesserte sich um 7,7 %, blieb aber mit CHF -21,8 Mio. deutlich negativ. Aufgrund von Einmaleffekten stieg das Nettoergebnis auf CHF 8,1 Mio. Der Verwaltungsrat beantragt die Ausschüttung einer unveränderten Dividende von CHF 13 pro Aktie.


Perlen, 22. März 2013 – Die CPH-Gruppe war 2012 in zwei von drei Geschäftsbereichen mit rückläufigen Kernmärkten in Europa konfrontiert. In diesen Märkten erwirtschaftete sie 61 % ihrer Umsätze. Der Rückgang des Nettoumsatzes von CHF 520,9 Mio. auf CHF 488,7 Mio. war allerdings nicht marktbedingt, sondern die Folge des Verkaufs der Feinchemie im Jahr 2011, die CHF 39 Mio. zum Umsatz beigetragen hatte. In den fortgeführten Aktivitäten stieg der Nettoumsatz um 1,2 % auf CHF 487,9 Mio.

«Erfreulicherweise haben die Bereiche Chemie und Verpackung bei Umsatz und Ergebnis weiter zugelegt», kommentiert Peter Schildknecht, Vorsitzender der CPH-Gruppenleitung. «Dies ist den weitergeführten Effizienzsteigerungsprogrammen und der Konzentration auf höhermargige Produkte zu verdanken. Leider machten die sinkenden Papierpreise den Erfolg aus zusätzlich verkauften 31‘000 t Papier zunichte. Der Bereich Papier konnte dank weiteren operativen Fortschritten das Betriebsergebnis halten.»

Die grossen Aufwandpositionen der international tätigen Industriegruppe sind Material-, Energie- und Personalaufwand, wobei sich der Materialaufwand auf 52 % des Umsatzes belief. Dank Anstrengungen im Beschaffungswesen und tieferen Rohstoffpreisen sank der Materialaufwand in den fortgeführten Geschäften. Demgegenüber nahm der Energieaufwand auf 16,5 % des Umsatzes zu, was primär mit der Entwicklung der Strompreise in der Schweiz zusammenhängt. Der Personalaufwand blieb nahezu unverändert bei 17 % des Umsatzes. Damit hat die CPH in den fortgeführten Geschäften einen EBITDA von CHF 38,5 Mio. (+ 1,9 % zum Vorjahr) erzielt und die EBITDA-Marge konnte leicht auf 7,9 % angehoben werden.

Erträge stark währungsabhängig
Die Währungssituation hat sich im Jahr 2012 dank dem konsequenten Eingreifen der Schweizerischen Nationalbank stabilisiert. Während sich der Dollar gegenüber dem Franken leicht erholte, verharrte der Euro auf sehr tiefem Niveau. Für die CPH-Gruppe, deren Kosten zu 70 % in der Schweiz anfallen, die aber 80 % der Umsätze im Ausland erzielt, stellt der starke Franken eine anhaltend grosse Belastung dar. Nach Abschreibungen in der Höhe von CHF 60,3 Mio. verbesserte sich das Betriebsergebnis (EBIT) der fortgeführten Geschäfte von CHF -23,6 Mio. auf CHF -21,8 Mio. und die EBIT-Marge stieg von -4,9 % auf -4,5 %.

Einmaleffekte beeinflussen Nettoergebnis positiv
Im Geschäftsjahr veräusserte die CPH Bauland in Buchrain/Luzern, das sie für die Geschäftstätigkeit nicht weiter benötigt. Ausserdem brachte sie Bauland und ökologische Ausgleichsflächen in das Projekt «Renergia» für den Bau der neuen Zentralschweizerischen Kehrichtverbrennungsanlage in Perlen/Root ein. Die Erlöse wurden zur weiteren Reduktion der Bankkredite verwendet, welche die CPH für den Bau der Papiermaschine PM 7 aufgenommen hatte. Entsprechend sanken die Nettofinanzschulden um 41,4 % auf CHF 80,3 Mio. und der Eigenkapitalanteil stieg von 71 % auf 73 %. Gleichzeitig reduzierte sich die Zinslast und das Finanzergebnis verbesserte sich von CHF -12,1 Mio. auf CHF -6,1 Mio.

Beim Verkauf der Feinchemie war die BioUETIKON Ltd. in Dublin nicht eingeschlossen. Deren operative Tätigkeiten wurden im zweiten Quartal 2012 eingestellt. Die dafür im Vorjahr gebildeten Rückstellungen in der Höhe von CHF 5,0 Mio. wurden grösstenteils nicht benötigt und CHF 4,1 Mio. konnten im Berichtsjahr aufgelöst werden.

Diese ausserordentlichen Effekte wirkten sich positiv auf das Nettoergebnis der CPH-Gruppe aus, das von CHF -18,0 Mio. auf CHF 8,1 Mio. anstieg.

Free Cash Flow fast verdoppelt
Nach den hohen Investitionen in die PM 7 in den Vorjahren haben sich die Investitionen auf CHF 10,1 Mio. im Berichtsjahr deutlich reduziert. Alle Bereiche haben ihre Anstrengungen zur Optimierung des operativen Nettoumlaufvermögens weiter vorangetrieben und dieses konnte um CHF 13,1 Mio. verringert werden. Der Free Cash Flow stellte sich auf CHF 62,1 Mio. gegenüber CHF 33,6 Mio. im Vorjahr. Der Personalbestand blieb mit 849 Mitarbeitenden an den fünf Standorten nahezu unverändert.

Chemie: Fokus auf Qualität zahlt sich aus
Nach dem Verkauf der Feinchemie ist der Bereich hauptsächlich in der Silikatchemie tätig. In der Übrigen Chemie sind die Herstellung von Dünger und deuterierten Lösungsmitteln zusammengefasst. Der Umsatz der weitergeführten Geschäfte stieg 2012 um 8,9 % auf CHF 67,1 Mio. Die Konzentration auf margenstarke Produkte und Märkte zahlte sich aus und das Betriebsergebnis konnte von CHF -2,2 Mio. auf CHF 0,1 Mio. gesteigert werden.

Papier: Überkapazitäten drücken auf Margen
Die Nachfrage nach Zeitungsdruck- und Magazinpapieren ging in Westeuropa um mehr als 10 % zurück. Die daraus resultierenden Überkapazitäten wirkten sich negativ auf die Papierpreise aus. Obwohl die abgesetzte Papiermenge um 6,6 % auf 508’896 Tonnen gesteigert werden konnte, stagnierte der Umsatz des Bereichs Papier bei CHF 314,3 Mio. Der Exportanteil der vollständig in der Schweiz produzierten Papiere lag bei 80 % (im Vorjahr 78 %). Da überwiegend in Euro fakturiert wurde, drückte der starke Franken auf die Erträge und das Betriebsergebnis verharrte bei CHF -24,8 Mio.

Verpackung: Marktanteile und Rentabilität gesteigert
Das Wachstum im Markt der Blister-Verpackungen für die Pharmaindustrie hat sich weltweit abgeschwächt. Im wichtigsten Zielmarkt Europa sind die Absatzzahlen für PVC-basierte Medikamentenverpackungen im Jahr 2012 sogar um 2,5 % zurückgegangen. In diesem anspruchsvollen Marktumfeld konnte sich der Bereich Verpackung gut behaupten und den Umsatz um 0,7 % auf CHF 106,5 Mio. verbessern. Der optimierte Produktemix mit entsprechend besseren Verkaufsmargen schlug sich positiv im Betriebsergebnis nieder, welches um 33,9 % auf CHF 5,0 Mio. zulegte.

Ausblicke für 2013
Die Situation für den Bereich Papier ist unvermindert herausfordernd. Der rückläufige Papiermarkt wird den Verdrängungswettbewerb weiter verstärken. Es ist nicht mit einer markanten Papierpreiserholung zu rechnen und die auf die Jahresmitte angekündigten Stilllegungen von Papiermaschinen im europäischen Markt werden sich noch kaum auf das Jahr 2013 auswirken. Das angelaufene Effizienzsteigerungsprojekt wird zu operativen Verbesserungen führen. Die Bereiche Chemie und Verpackung werden ihre Strategie weiterführen. Sie setzen auf höherwertige Produkte und erschliessen neue aussereuropäische Märkte. Insgesamt wird das operative Ergebnis 2013 der CPH-Gruppe aufgrund des Bereiches Papier weiterhin deutlich negativ bleiben.

Weitere Informationen:
Bilanzmedienkonferenz zum Geschäftsjahr 2012
Heute, 22. März 2013, 11.00 Uhr, Perlen

Kontakte

CPH Chemie + Papier Holding AG
Dr. Peter Schildknecht, CEO, +41 41 455 87 57
Michel Segesser, Leiter HR und Kommunikation, +41 41 455 87 51

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