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CPH: anhaltender Preisdruck belastet Umsatzentwicklung

Der Nettoumsatz der CPH-Gruppe ging 2013 trotz Volumensteigerungen leicht um –1,6 % auf CHF 481,1 Mio. zurück. Aufgrund des in den letzten Jahren stark veränderten Marktumfeldes, insbesondere in den Bereichen Papier und Silikatchemie, prüft die CPH die Werthaltigkeit von Sachanlagen in der Schweiz.

Perlen, 17. Januar 2014 – Obwohl sich die Konjunktur in den Industrieländern 2013 langsam aufhellte, begann in Europa der Aufschwung in der zweiten Jahreshälfte erst zaghaft. Über das ganze Jahr betrachtet stagnierte die Wirtschaft in Europa und damit in den Hauptabsatzmärkten der CPH-Gruppe. Nach wie vor auf gutem Wachstumspfad befindet sich die asiatische Region. Bisher konnte nur der Bereich Verpackung, welcher konsequent auf den Pharmamarkt ausgerichtet ist, von einem verbesserten Umfeld profitieren. Der Bereich Papier konnte trotz des Produktionsausfalls wegen eines Brandes das Volumen leicht erhöhen. Der anhaltende Preiszerfall belastete 2013 jedoch die Umsatzentwicklung. Im Bereich Chemie konnte die Umsatzsteigerung in den USA den Rückgang in der Schweiz nicht kompensieren. Da der Bereich Papier rund zwei Drittel des Gruppenumsatzes ausmacht, ging auch der Umsatz der CPH Gruppe leicht um 1,6 % auf CHF 481,1 Mio. zurück.

Das Betriebsergebnis wird auf Höhe der bisher kommunizierten Erwartungen zu liegen kommen. Inklusive der Belastung durch den Produktionsausfall der Papiermaschine 4 nach dem Brand am Rollenschneider dürfte der EBIT zwischen CHF –27 Mio. und CHF –29 Mio. liegen.

Verpackung sticht positiv hervor
Der Bereich Chemie war in Nord- und Südamerika, wo über ein Drittel des Umsatzes erzielt wird, gut unterwegs. Der Bereich ist in den USA mit einer eigenen Produktionsstätte präsent. In Nordamerika stieg die Nachfrage nach Molekularsieben in Folge steigender Schiefergasproduktion und in Südamerika wegen der Ethanolproduktion. In Europa kämpfte der Standort in der Schweiz mit Projektverschiebungen bei Kunden und einer schleppenden Nachfrage in den von Uetikon belieferten Märkten. Insgesamt ging der Umsatz des Bereichs Chemie um 11,8 % auf CHF 59,2 Mio. zurück.

Der Bereich Papier setzte 514‘398 Tonnen Zeitungsdruck- und Magazinpapiere am Markt ab. Die Volumina konnten somit leicht über Vorjahresniveau (+1,1 %) gesteigert werden; dies trotz der reduzierten Lieferfähigkeit nach dem Brand am Rollenschneider der Papiermaschine 4. Dadurch wurden erneut Marktanteile gewonnen. Die weiter gesunkenen Papierpreise führten zu einem 2,8 % tieferen Umsatz von CHF 305,5 Mio.

Der Bereich Verpackung ist im wachsenden Pharmamarkt als Premiumanbieter für Verpackungsfolien gut positioniert und konnte in Europa die Marktanteile weiter ausbauen. Die Folien mit unterschiedlichen Schutz- und Barrierewirkungen kommen primär bei Blisterverpackungen von Medikamenten zum Einsatz. Der Bereich realisierte ein Umsatzplus von 9,3 % auf CHF 116,4 Mio.

Werthaltigkeit von Sachanlagen wird überprüft
In den vergangenen Jahren hat sich das Marktumfeld in den Bereichen Chemie und Papier markant und nachhaltig verändert. Der Standort Uetikon steht unter wachsendem Wettbewerbsdruck von Anbietern aus Fernost. Im europäischen Papiermarkt hat der strukturell bedingte Nachfragerückgang einen intensiven Verdrängungswettbewerb zur Folge, welcher einen anhaltenden Preiszerfall auslöste. Auch der weiterhin starke Schweizer Franken wirkt sich aufgrund der hohen Wertschöpfung der CPH in der Schweiz negativ auf die Profitabilität aus. Es wird erwartet, dass diese Marktentwicklungen in Zukunft andauern, weshalb die Werthaltigkeit der Sachanlagen im Rahmen der Erstellung und Revision der Konzern- und Jahresrechnung einer vertieften Prüfung unterzogen wird. Es könnten ausserordentliche Abschreibungen in der Höhe von CHF 240 Mio. bis CHF 270 Mio. anfallen und den EBIT zusätzlich belasten. Die Resultate dieser Überprüfung werden an der diesjährigen Bilanzmedienkonferenz bekannt gegeben werden.

Auch unter Berücksichtigung einer solchen Wertberichtigung würde die CPH Chemie + Papier Holding AG über eine anhaltend starke Eigenkapitalquote von rund 60 % und einen weiterhin positiven Cashflow verfügen. Die Überprüfung der Werthaltigkeit von Sachanlagen zieht zudem keine anderweitigen Restrukturierungsmassnahmen nach sich, insbesondere wird dies keine Auswirkungen auf den Personalbestand haben. Auch ist die Perlen Papier AG gut positioniert und der Investitionsentscheid für die Papiermaschine 7 war wichtig, um im herrschenden Verdrängungswettbewerb bestehen zu können.

Personelle Änderungen
An der Generalversammlung vom 10. April 2014 stellt sich Dr. Franz-Josef Albrecht nach 25-jähriger Tätigkeit als Verwaltungsrat der CPH nicht mehr zur Wiederwahl. Über die Nachfolge wird zu gegebener Zeit kommuniziert werden. Michel Segesser, in der Gruppenleitung zuständig für HR und Kommunikation, wird die CPH ebenfalls verlassen, um sich neuen beruflichen Herausforderungen zu stellen. Die CPH dankt Franz-Josef Albrecht und Michel Segesser für ihren grossen Einsatz zur Weiterentwicklung der CPH-Gruppe und wünscht ihnen alles Gute für die Zukunft.

Kontakte

CPH Chemie + Papier Holding AG
Dr. Peter Schildknecht, CEO, +41 41 455 87 57
Manfred Häner, CFO, +41 41 455 87 53, investor.relations@cph.ch
Michel Segesser, Leiter HR und Kommunikation, +41 41 455 87 51, medien@cph.ch

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